Südafrika
gehört zweifelsohne zu den schönsten Ländern der Erde. Der extreme Reichtum der Flora
und Fauna, die abwechslungsreiche, atemberaubende Landschaft und die bemerkenswerte
Geschichte machen den Reiz dieses Landes aus. Hinzu kommt die große
Gastfreundschaft und Freundlichkeit der Südafrikaner jeder Couleur.
Trotz vieler Schwierigkeiten seit dem Ende der Apartheid geht von den Südafrikanern eine besonders positive Stimmung aus und mit viel Engagement wird der Wiederaufbau des Landes betrieben.
Die Geschichte des Kaps ist uralt, wenn man an die einheimischen Khoikhoi und die San denkt, die als Viehzüchtende Nomaden in der Region lebten. Die Geschichte des Kaps ist jung, wenn man mit dem Maßstab der Europäer misst, jung auch für Muslime, die aus Indonesien, Indien und Ostafrika hierher verschleppt worden sind, ebenfalls jung, wenn es um die Besiedlung durch jene Afrikaner geht, die aus nördlicheren Regionen oder der östlich gelegenen Transkei kamen. Alle Maße haben ihre Gültigkeit, und alle, die sich am Kap niedergelassen haben, fühlen sich der Region zugehörig.
Seit
Ende der achtziger Jahre haben sich in Südafrika Veränderungen vollzogen, die bis
dahin unvorstellbar waren und 1994 in den ersten freien und demokratischen Wahlen des
Landes mündeten. Das schwierige Erbe der Apartheid ist natürlich längst nicht
bewältigt. Innerhalb der ersten Jahre wurde Beachtliches geleistet, darunter eine
beispielhafte Aufarbeitung der Vergangenheit, die Gewährleistung von Rechtssicherheit
und politischer Stabilität. Die Regierung steht jedoch weiterhin vor gigantischen
Aufgaben. Extreme Ungleichheit der Lebensstandards, wirtschaftliche Rückschläge und
die HIV/AIDS-Bedrohung erschweren den Ausgleich zwischen den Bevölkerungsgruppen
enorm.
Grund für Hoffnung gibt es allemal:
„Scheint die
Sonne nicht über den Wolken?"
Desmond Tutu, ehemaliger Erzbischof
von
Südafrika und Friedensnobelpreisträger
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